„Brauche ich wirklich einen Unterbau?“ – Das ist die am häufigsten gestellte Frage in unserer Fachberatung. Die Antwort ist so individuell wie Ihr Standort. Während der eine Boden das Wasser förmlich verschlingt, verwandelt sich der andere beim kleinsten Schauer in eine klebrige Masse.
In diesem Ratgeber klären wir auf, wann Sie auf Schotter verzichten können und wann der Unterbau die einzige Rettung für trockene Pferdebeine ist.
Warum eigentlich ein Unterbau? Die Physik des Bodens
Ein klassischer Unterbau erfüllt zwei Hauptaufgaben:
- Lastverteilung: Er sorgt dafür, dass das Gewicht des Pferdes (punktuelle Belastung durch den Huf) großflächig abgefangen wird, damit der Boden nicht nachgibt.
- Entwässerung (Drainage): Er schafft Hohlräume unter der Trittfläche, in denen Wasser zwischengespeichert und langsam abgeleitet werden kann, bevor es die Oberfläche aufweicht.
Die drei Ridcon-Lösungen im Check
Wir haben unsere Systeme so entwickelt, dass wir für jede Situation die passende Antwort haben. Welcher Weg ist der Richtige für Sie?
Lösung A: Der Normalaufbau (Mit vollem Unterbau)
Hierbei wird der Boden ca. 25–40 cm tief ausgehoben und mit einer Tragschicht aus Schotter sowie einer Ausgleichsschicht aus Splitt wieder aufgebaut.
- Wann nötig? Bei extrem lehmhaltigen, wasserundurchlässigen Böden („Tonböden“) und sehr hoher Belastung (z. B. Futterraufen oder Befahren mit schweren Maschinen).
- Vorteil: Hält über Jahrzehnte, bietet perfekte Drainage und bleibt absolut eben.
Lösung B: Der Minimalaufbau (Der goldene Mittelweg)
Hier wird der Aushub reduziert (ca. 10–15 cm). Wir arbeiten mit einem hochfesten Ridcon Trennvlies und einer dünnen Schicht Splitt oder Schotter unter den Gittern.
- Wann möglich? Bei mäßig durchlässigen Böden und normaler privater Nutzung (2–4 Pferde).
- Vorteil: Deutlich günstiger und weniger Erdarbeiten, aber dennoch eine saubere Trennung der Schichten.
Lösung C: Aufbau ohne Unterbau (Die Direktverlegung)
Die Gitter werden (idealerweise auf einem Trennvlies) direkt auf den begradigten Naturboden gelegt.
- Wann möglich? Bei tragfähigen, bereits gewachsenen Böden (z. B. alte Wiese) und dort, wo kein Schotter eingebracht werden darf (Pachtland, Naturschutz). Hier ist unser Spider-Gitter durch seine enorme Auflagefläche der absolute Spezialist.
- Vorteil: Günstigste Lösung, extrem schnell verlegt und 100% rückbaubar.
Checkliste: Brauchen SIE einen Unterbau?
Gehen Sie diese drei Fragen durch:
1. Wie ist die Bodenbeschaffenheit
- Sandiger Boden: Meist reicht die Direktverlegung.
- Lehm/Ton: Ein Unterbau (mind. Minimalaufbau) ist dringend anzuraten, da der Matsch sonst nach einiger Zeit durch die Gitter gedrückt wird.
2. Welche Nutzung ist geplant?
- Nur Auslauf: Minimalaufbau oder Direktverlegung oft ausreichend.
- Reitplatz oder Fahrwege: Hier ist ein stabiler Normalaufbau unverzichtbar.
3. Wie ist die rechtliche Lage?
Auf Pachtland ist ein massiver Schotterunterbau oft verboten. Hier ist die Direktverlegung der Ridcon-Gitter die einzige legale Lösung, um das Pferd trocken zu legen.
Die häufigsten Fehler bei Verlegung ohne Unterbau
Wenn Sie sich gegen einen Unterbau entscheiden, müssen Sie diese drei Punkte beachten, damit das Projekt nicht scheitert:
- Kein Trennvlies: Ohne Vlies „stempeln“ sich die Gitter in den Schlamm ein. Das Vlies ist bei der Direktverlegung Ihre wichtigste Versicherung.
- Keine Verfüllung: Gitter ohne Unterbau müssen zwingend bündig verfüllt werden (Sand/Splitt), da sie sonst keine Stabilität haben und bei Frost brechen können.
- Unebenheiten ignoriert: Legen Sie Gitter niemals in tiefe Huftritte. Der Boden muss vorher plan gezogen werden.
Benötigen Sie Unterstützung bei der Planung Ihres winterfesten Paddocks oder Stalls? Entdecken Sie unsere Problemlöser im Shop oder kontaktieren Sie unsere Experten unter +49 9270-9153930.
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