Gerade in den Übergangszeiten kennen viele Pferdebesitzer dieses Problem nur zu gut: Der Boden im Paddock wird weich, die Pferde treten alles fest, und bald vermischt sich Matsch mit Mist. Das Ergebnis ist weder schön anzusehen noch angenehm für die Tiere. Im Winter gefriert diese matschige Fläche dann oft zu einer unebenen, harten Kruste – der Paddock wird rutschig und gefährlich, und die Pferde können ihn kaum noch nutzen.

Die Folgen für die Pferdegesundheit sind nicht zu unterschätzen: Strahlfäule, Mauke und eine erhöhte Belastung der Sehnen durch das Einsinken im tiefen Boden sind ständige Begleiter in der nasskalten Jahreszeit. Damit es gar nicht erst so weit kommt, hat unser Kunde seinen Paddock grundlegend saniert und auf ein System gesetzt, das dauerhaft Funktionalität und Tierwohl vereint.

Die Analyse: Warum herkömmliche Paddocks versagen

Bevor wir zur Sanierung kommen, muss man verstehen, warum Matsch überhaupt entsteht. Meist fehlt eine klare Schichtentrennung. Ohne eine stabile Barriere vermischt sich der Sand der Oberfläche mit dem Mutterboden darunter. Kommt Wasser hinzu, entsteht der gefürchtete „Matsch“.

Unser Ziel bei Ridcon ist es, diesen Prozess durch ein intelligentes 3-Schicht-System zu stoppen: Unterbau, Trennschicht (Gitter) und Tretschicht.

So sah es vorher aus

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Die fachgerechte Sanierung

Eine nachhaltige Paddock-Sanierung ist kein Hexenwerk, erfordert aber Sorgfalt im Detail. Unser Kunde ist nach folgendem bewährten Schema vorgegangen:

1. Erdarbeiten und Untergrundvorbereitung
Zunächst wurde der alte Boden abgezogen, geebnet und mit einem leichten Gefälle (ca. 2 %, vom Stall weg) versehen, damit Regenwasser optimal abfließen kann. Anschließend wurde der Untergrund sorgfältig verdichtet.

Ridcon Experten-Tipp: Das Gefälle ist entscheidend. Selbst das beste Drainagesystem stößt bei extremem Starkregen an seine Grenzen, wenn das Wasser keine Richtung hat, in die es abfließen kann. Ein Gefälle von 2 % ist für das Pferdeauge kaum sichtbar, sorgt aber dafür, dass Ihr Paddock auch nach einem Wolkenbruch schnell wieder trocken ist.

2. Aufbau der Drainageschicht
Als nächstes kam die Drainageschicht: Eine wasserdurchlässige Lage aus Schotter (Körnung 5/32 oder vergleichbar) sorgt dafür, dass überschüssiges Wasser abfließen kann. Diese Schicht dient als „Wasserspeicher“ und Tragschicht zugleich. Sie wurde ebenfalls verdichtet und anschließend mit einer feinen Ausgleichsschicht aus Splitt abgedeckt – die perfekte Basis für die Verlegung der ProGrid-Bodengitter.

Der Splitt sorgt dafür, dass die Gitter später absolut plan liegen und keine Hohlräume entstehen, die unter Belastung zu Spannungen im Material führen könnten.

3. Verlegung der ProGrid-Bodengitter
Die Verlegung geht schnell und unkompliziert: Dank des durchdachten Klicksystems konnten die Gitter innerhalb kurzer Zeit auf der gesamten Fläche verlegt werden. Ein großer Vorteil der ProGrid-Serie ist die mechanische Verbindung der Gitter untereinander, die ein „Aufschwimmen“ oder Verschieben der Platten verhindert.

Bevor sie verfüllt wurden, haben wir sie mit einer Walze bzw. Rüttelplatte fest an den Untergrund gedrückt. Keine Sorge – die Gitter halten das problemlos aus! Mit einer Belastbarkeit von bis zu 800 t/m² sind sie äußerst robust und können auch mit schwerem Gerät (z. B. Traktor oder Hoftrac zum Ausmisten) problemlos befahren werden.

4. Die Verfüllung und Tretschicht
Zum Abschluss wurde der Paddock mit einem wasserdurchlässigen Sand verfüllt und anfangs etwa 1–2 cm überdeckt. Wir empfehlen hier einen gewaschenen Quarzsand oder einen speziellen Paddock-Sand, der trittfest ist und nicht zu stark staubt.

Der Sand setzt sich mit der Zeit noch etwas und füllt die Waben der Gitter komplett aus, sodass eine stabile und trittsichere Fläche entsteht. Die Gitter schützen den Sand davor, in den Untergrund wegzusacken, während der Sand den Kunststoff der Gitter vor UV-Strahlung und direkter mechanischer Abnutzung schützt.

Warum ProGrid? Die technischen Vorteile im Überblick

In unserem Shop (shop.ridcon.de) finden Sie verschiedene Lösungen, doch das ProGrid-System ist der Favorit für viele Sanierungsprojekte. Warum?

Materialqualität: Hergestellt aus hochwertigem, recyceltem Kunststoff, der extrem langlebig und resistent gegen Ammoniak sowie Frost ist.

Drainage-Leistung: Die offene Struktur erlaubt eine vertikale Entwässerung über die gesamte Fläche.

Sicherheit: Die Oberfläche der Gitter ist so gestaltet, dass sie auch bei minimaler Sandauflage maximale Rutschfestigkeit bietet.

Ökologie: Durch die Vermeidung von Bodenversiegelung bleibt der natürliche Wasserhaushalt des Bodens erhalten – ein wichtiger Punkt bei Bauanträgen für Reitanlagen.

Pflege und Instandhaltung: So bleibt der Paddock jahrelang wie neu

Ein befestigter Paddock ist pflegeleicht, aber nicht pflegefrei. Damit Sie langfristig Freude an Ihrer Investition haben, beachten Sie folgende Tipps:

Regelmäßig Abmisten: Mist, der auf dem Paddock verbleibt, zersetzt sich zu Humus. Dieser feine „Schmodder“ verstopft mit der Zeit die Poren des Sandes und der Gitter, was die Wasserdurchlässigkeit verringert. Ein sauberer Paddock drainiert besser.

Sandstand kontrollieren: Sollten nach einigen Jahren die Stege der Gitter deutlich sichtbar werden, füllen Sie einfach etwas Sand nach. Eine leichte Überdeckung schont das Material.

Laub entfernen: Im Herbst sollte Laub abgeharkt werden, da auch organische Abfälle die Drainagefähigkeit beeinträchtigen können.

Das Ergebnis: Lebensqualität für Pferd und Reiter

Nach Abschluss der Sanierung zeigt sich ein völlig neues Bild: Ein sauberer, rutschfester und pflegeleichter Paddock – ganz ohne Matschchaos, egal bei welchem Wetter!

Für die Pferde bedeutet dies:

Trockene Hufe: Deutlich weniger Risiko für Strahlfäule.

Sicherer Stand: Kein Rutschen auf gefrorenem Matsch im Winter.

Mehr Bewegung: Pferde nutzen befestigte Flächen deutlich aktiver als tiefe Schlammareale.

Für den Besitzer bedeutet dies:

Weniger Arbeit: Das Abmisten dauert nur noch einen Bruchteil der Zeit.

Saubere Kleidung: Kein Einsinken in Gummistiefeln bis zu den Knöcheln.

Gutes Gewissen: Die Gewissheit, seinem Pferd eine artgerechte und hygienische Umgebung zu bieten.

Fazit: Sanierung ist eine Investition in die Gesundheit

Die Sanierung eines Paddocks mit den ProGrid-Gittern von Ridcon ist eine Investition, die sich über viele Jahre auszahlt. Wer einmal den Unterschied zwischen einem Schlammloch und einer befestigten Fläche erlebt hat, möchte nie wieder zurück.

Sind Sie bereit, dem Matsch den Kampf anzusagen? Besuchen Sie unseren Shop unter shop.ridcon.de und entdecken Sie unsere Angebote für die professionelle Bodenbefestigung. Gerne beraten wir Sie auch individuell zu Ihrem Projekt – vom kleinen Privatpaddock bis zur großen Offenstallanlage.

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