ie Haltung von beschlagenen Pferden stellt besondere Anforderungen an den Bodenbelag. Ob Hufeisen mit Stollen, Stiften oder klassische Eisen – die mechanische Belastung für Stallmatten und Paddockgitter ist deutlich höher als bei Barhufgängern.
In diesem Ratgeber klären wir, welche Beläge den „Härtetest“ bestehen und wie Sie die Lebensdauer Ihrer Matten verlängern können.
1. Die Herausforderung: Mechanischer Abrieb
Beschlagene Pferde wirken wie ein Schneidwerkzeug auf Gummimatten und Kunststoffgitter. Besonders wenn Pferde in der Box scharren oder auf dem Paddock enge Wendungen vollziehen, wirken enorme Scherkräfte.
Stollen und Stifte: Diese bohren sich punktuell in das Material.
Eisenkanten: Wirken bei rutschenden Bewegungen wie eine Feile auf der Oberfläche.
2. Stallmatten für beschlagene Pferde
Grundsätzlich können fast alle Ridcon-Stallmatten auch für beschlagene Pferde genutzt werden. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede in der Robustheit:
Vollgummimatten (z. B. Quadratmatten, ToughMats)
Diese Matten bestehen aus hochverdichtetem Gummigranulat oder Vollgummi. Sie sind extrem widerstandsfähig und halten dem Druck von Eisen gut stand.
Vorteil: Hoher Abriebwiderstand.
Hinweis: Ein „Scharren“ kann auch hier nach Jahren zu oberflächlichen Spuren führen, die Struktur der Matte bleibt jedoch stabil.
Weichere Matten (z. B. EVA-Matten oder Soft-Matten)
Diese Matten sind für den Liegekomfort optimiert.
Einschränkung: Bei Pferden mit Stollen oder extremem Scharrverhalten ist hier Vorsicht geboten. Die weichere Struktur kann durch scharfe Eisenkanten schneller beschädigt werden. Wir empfehlen diese Matten primär für beschlagene Pferde, die sich in der Box ruhig verhalten.
3. Paddockgitter und beschlagene Pferde
Bei Paddockgittern wie dem ProGrid SG40 Spider oder dem Allround-Gitter ist nicht das Eisen selbst das Problem, sondern die korrekte Verlegung.
Die Tretschicht als Schutzschild: Ein Paddockgitter sollte niemals „blank“ liegen. Die Sandauflage (Tretschicht) dient als Pufferschicht zwischen Hufeisen und Kunststoffsteg.
Empfehlung: Achten Sie bei beschlagenen Pferden auf eine stets ausreichende Überdeckung (ca. 3–5 cm). Wenn das Pferd direkt auf den Stegen des Gitters dreht (Scherkraft), verschleißen diese deutlich schneller.
4. Tipps für eine längere Haltbarkeit
Abgestumpfte Eisen: Sorgen Sie dafür, dass die Eisen keine scharfen Grate aufweisen.
Ausreichende Einstreu/Sand: Eine dünne Schicht Sand oder Einstreu bindet Feuchtigkeit und reduziert die Reibung zwischen Eisen und Matte.
Scharren unterbinden: Wenn ein Pferd extrem scharrt (z. B. bei der Fütterung), sollte in diesem speziellen Bereich ein besonders robuster Belag (Vollgummi) gewählt oder die Ursache für das Scharren (Stress, Futterneid) reduziert werden.
Fazit: Die richtige Wahl treffen
Für beschlagene Pferde sind hochverdichtete Gummigranulatmatten (wie die Quadratmatten oder ToughMats) sowie gut verfüllte Paddockgitter die sicherste Wahl. Sie bieten den nötigen Grip und halten der mechanischen Belastung über viele Jahre stand.
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