Das Ridcon ProGrid SG40 Spider ist ein echter Allrounder im Paddock- und Reitplatzbau. Doch eine Frage erreicht unser Expertenteam immer wieder: Wie herum wird das Gitter eigentlich verlegt? Gibt es eine „Vorderseite“ und eine „Rückseite“?

Tatsächlich bietet die einzigartige Spider-Konstruktion zwei Möglichkeiten der Verlegung, je nachdem, welches Ziel Sie verfolgen. In diesem Ratgeber klären wir auf, wann welche Seite nach oben gehört.

1. Die Standard-Variante: Geschlossene Seite nach unten

Dies ist die Regelausführung, die wir für die meisten Projekte im Pferdebereich empfehlen. Das Gitter wird mit der flachen, geschlossenen Seite auf den begradigten Boden gelegt.

Warum geschlossene Seite nach unten?

  • Das Schneeschuh-Prinzip: Die geschlossene Seite bietet eine maximale Auflagefläche. Das verhindert, dass sich das Gitter wie ein Ausstechförmchen in den Untergrund schneidet.
  • Stabilität: Nach dem Verlegen werden die Gitter eingerüttelt und die Waben mit Sand verfüllt. Das Gitter liegt satt auf dem Boden auf.
  • Geringe Tretschicht nötig: Bei dieser Variante benötigen Sie keine hohen Sandauflagen. Eine Überdeckung von ca. 3 cm gewaschenem Sand (Körnung 0/1 mm) reicht völlig aus. Zu Beginn sollte die Überfüllung etwas höher sein, da sich der Sand noch setzt.Ideal für: Paddocks, Zuwege, Reitplätze und die Befestigung unter Weidezelten oder Unterständen.
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Die Spezial-Variante: Geschlossene Seite nach oben („Falsch herum“)

Es gibt Situationen, in denen es Sinn macht, das Spider-Gitter mit der offenen Seite nach unten zu verlegen. In diesem Fall drücken sich die Stege in den Boden ein.

Voraussetzungen für diese Verlegung:

  • Weicher Untergrund: Der Boden muss weich genug sein, damit die Stege ohne Widerstand (z. B. durch große Steine) eindringen können.
  • Schweres Gerät: Die Gitter müssen zwingend mit einer ausreichend großen Rüttelplatte (ca. 250 kg) fest in den Boden eingepresst werden.
  • Griffigkeit: Eine dünne Sandauflage sorgt auch hier für die nötige Rutschfestigkeit.

Wann macht das Sinn?

Diese Methode wird oft für Wege oder Abstellflächen gewählt. Ein interessanter Nebeneffekt: Wenn die Flächen nicht von Pferden genutzt werden, kann auf die Sandauflage verzichtet werden. Das Gras wächst durch die Gitter hindurch und macht die Bodenbefestigung nach kurzer Zeit nahezu unsichtbar.

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Wichtige Hinweise zur Verlegung ohne Unterbau

Obwohl das ProGrid SG40 Spider durch seine Konstruktion hervorragend für die Direktverlegung geeignet ist, gibt es physikalische Grenzen, die für alle Bodengitter gelten:

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Wasserableitung: Ohne Schotterunterbau erfolgt die Entwässerung primär oberflächlich. Bei extremem Dauerregen und gesättigtem Boden kann Wasser zurückstauen, was die Tragfähigkeit des Naturbodens vorübergehend mindert.

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Bodenbeschaffenheit: Bei sehr nassen, lehmhaltigen Böden raten wir grundsätzlich zu einem Aufbau mit Unterbau, da der Matsch sich sonst nach einiger Zeit durch die Gitter drücken kann.

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Punktbelastung: Auch das beste Gitter braucht eine gewisse Tragfähigkeit des Untergrunds. An extrem belasteten Stellen können sich ohne festen Unterbau mit der Zeit kleine Mulden bilden.

Ridcon-Fazit: Ein Gitter kann nur so viel tragen, wie der Boden darunter hergibt.

Das ProGrid SG40 Spider ist das ideale Werkzeug, um das Beste aus Ihrem Boden herauszuholen – bei korrekter Verlegung ist es die Rettung gegen den Matsch.

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