Immer mehr Pferdehalter entscheiden sich dafür, in ihren Boxen Stallmatten zu verlegen. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Matten gelten als rutschfest, gelenk- und hufschonend und helfen zudem, Einstreu zu sparen. Trotz dieser Vorteile taucht in Stallkreisen immer wieder die Sorge auf, die Matten könnten gesundheitsschädliche Stoffe enthalten – insbesondere sogenannte PAK.
Was sind PAK?
PAK steht für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Diese chemischen Verbindungen entstehen bei der Verarbeitung von Teerölen, Mineralölen oder Rußen. In der Gummiindustrie werden sie als Stabilisatoren oder Schwarzpigmente eingesetzt. Einige PAK-Verbindungen stehen im Verdacht, krebserregend zu sein, weshalb viele Tierhalter verunsichert reagieren, wenn sie von deren Verwendung hören.
Bei Stallmatten – ebenso wie bei Autoreifen oder Gummiwannen, die häufig als Tränken oder Futterbehälter verwendet werden – wird Ruß zur Stabilisierung des Gummis eingesetzt. Dieser Ruß, auch als Weichmacher bezeichnet, ist fest im Material gebunden und nicht wasser- oder speichellöslich.
Das bedeutet: Die Stoffe können nicht durch Kontakt oder Feuchtigkeit freigesetzt werden und somit auch nicht vom Pferd aufgenommen werden. Eine Gesundheitsgefahr besteht nur dann, wenn Pferde größere Mengen des Materials tatsächlich fressen würden – was in der Praxis äußerst unwahrscheinlich ist.
Rechtliche Grenzwerte bieten zusätzliche Sicherheit
Seit dem 01. Januar 2010 gelten in der Europäischen Union strenge Grenzwerte für den Gehalt an PAK in der Reifen- und Gummiproduktion:
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Der Anteil an Benzopyren darf 1 mg/kg nicht überschreiten.
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Die Summe von Benzopyren und sieben weiteren PAK-Verbindungen darf maximal 10 mg/kg betragen.
Diese Vorgaben stellen sicher, dass moderne Gummiprodukte – und damit auch Stallmatten – den gesetzlichen Sicherheitsstandards entsprechen.
Fazit
Stallmatten bieten zahlreiche Vorteile im täglichen Stallmanagement: Sie verbessern den Komfort in der Box, reduzieren den Verbrauch an Einstreu und sorgen für mehr Trittsicherheit.
Bedenken hinsichtlich gesundheitsschädlicher Stoffe sind bei qualitativ hochwertigen Matten aus geprüfter Produktion unbegründet. Die in der Gummimischung enthaltenen Bestandteile sind fest gebunden und können nicht in den Organismus des Pferdes gelangen.
Wer auf zertifizierte Produkte und seriöse Hersteller achtet, kann Stallmatten also bedenkenlos als sinnvolle und langlebige Ergänzung im Pferdestall einsetzen.
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