Wolfszaun – dauerhafter und sicherer Schutz vor Wolfsübergriffen

Wolfszaun zum verlässlichen Schutz für Tiere in Weidehaltung

Wichtige Informationen zum Thema Wolf:

Der Wolf ist mittlerweile deutschlandweit auf dem Vormarsch. Vielen Pferdebesitzern liegt es am Herzen, Ihre Pferdekoppeln – ob staatlich gefördert oder nicht – wolfssicher zu machen.

Im Folgenden finden Sie einige wichtige Punkte, die dabei unbedingt zu beachten sind:

  • Wölfe sind sehr lernfähig. Deshalb ist es wichtig, die Haltungsbedingungen so zu gestalten, dass Pferde weiterhin unattraktiv für den Wolf bleiben.
  • Der Elektrozaun muss optimal geerdet sein, ideal sind 3 Erdstäbe 2m lang mit Kabeln verbunden, 3m auseinander stehend. Die gute Erdung ist wichtig für den Erhalt der Schlagkraft des Weidezaungeräts. Wird der Zaun durch Bewuchs berührt, verringert dies die Stromspannung und damit die Intensität des Stromschlages für den Wolf deutlich.
  • Der Elektrozaun oder das Netz müssen unbedingt in ausreichendem Abstand zu Böschungen und Hängen (nicht an deren oberen Ende) sowie zu Forstwegen (nicht am unteren Ende), zu Wurzelstöcken und dergleichen aufgestellt werden. Wölfe könnten die natürlichen Gegebenheiten sonst als Einsprunghilfen nutzen.
  • Der Zaun muss 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche unter Strom stehen, auch wenn keine Tiere auf der Koppel sind. Der Wolf könnte ansonsten lernen, diesen zu überwinden. Alternativ müssen Zäune außerhalb der Weidesaison abgebaut werden.
  • Wichtig ist: der Wolf muss direkt durch einen starken Stromschlag abgeschreckt werden. Hier ist auf ein ausreichend starkes Weidezaungerät zu achten!
  • Blaue Weidezaunbänder oder Flatterbänder, die am Zaun befestigt werden, sollen als Abschreckung wirken. Blaue Farbe ist für sämtliches Wild eine Signalfarbe.
  • Wölfe versuchen oft, bestehende Zäune zu untergraben oder zu überspringen. Wölfe versuchen zuerst, den Zaun zu untergraben. Erst wenn dies nicht gelingt, werden Überspring-Versuche unternommen. Die oberste Litze sollte bei mind. 120 cm angebracht werden, um ein Überspringen zu verhindern. Als Untergrabungsschutz dienen z.B. eingegrabene Knotengeflechtzäune.

Faustregeln für den wolfssicheren Zaun:

Drähte und Litzen sollten einen spezifischen Widerstand von weniger als 1 Ohm/m aufweisen.

Empfohlene Litzenzäune: 4 bis 5 Litzen mit folgenden Abständen zum Boden: 20 cm – 40 cm – 65 cm – 90 cm – [120 cm].

Weidezaungeräte sollten über eine Impulsenergie von mindestens 4-5 Joule verfügen. Die Spannung des Weidezauns sollte 4.000-5.000 Volt betragen und 2.000 Volt keinesfalls unterschreiten.

Eine ausreichende Erdung liegt in der Regel vor, wenn pro einem Joule Impulsenergie des Weidegerätes ein Meter Erdungsstab vorhanden ist. Werden Weidezaungeräte unabhängig von einer Steckdose genutzt, empfiehlt sich zur sicheren Stromversorgung der Einsatz von Solarmodulen.

Quelle: Merkblatt „Investition Herdenschutz Wolf“ vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten  Hier klicken